Wichtiger Hinweis

Die gespeicherten Bilder werden dem BMW C1 Forum kostenlos und unwiderruflich zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt ..

Derjenige,  der die Fotos hochlädt, versichert die Regeln der Datenschutzverordnung eingehalten zu haben.

„Fragt Euch vor der Veröffentlichung des Fotos einer anderen Person, ob sie es auch dann im Internet veröffentlichen würden, wenn sie selbst auf dem Foto zu sehen wären.“


 

 



Rechtsgrundlage für das Anfertigen und Verbreiten von Fotos

Die Aufsichtsbehörde stellt zunächst klar, dass Fotografien vom Grundsatz her verboten sind, wenn sie nicht auf eine Einwilligung oder auf eine andere Rechtsgrundlage gestützt werden können.

Sodann wird angeführt, dass die Verarbeitung dabei der Erfüllung eines Vertrages mit dem Betroffenen dienen kann, ihre Grundlage in den Bestimmungen einer (Vereins-)Satzung haben kann, oder im berechtigten Interesse des Verantwortlichen steht. Bei Vereinen würde dies bedeuten, dass hinsichtlich die Voraussetzungen für das Anfertigen und Veröffentlichen von Bildern in einer Vereinssatzung oder Datenschutzordnung für Mitglieder des Vereins geregelt werden kann.

Eine Einwilligung muss nicht zwingend schriftlich erfolgen. Die DSGVO kennt insofern keine Formvorschrift. Die Einwilligung kann vielmehr – neben einer schriftlichen, elektronischen oder mündlichen – auch konkludent, z. B. durch ein Posieren oder Lächeln von der Kamera, abgegeben werden. Hier wäre es noch interessant zu wissen, wie sich die Aufsichtsbehörde in diesem Zusammenhang die Erfüllung der Nachweispflichten durch den Verantwortlichen konkret vorstellen könnte, zumal beispielsweise die bayerische Aufsichtsbehörde nach wie vor eine  schriftliche oder zumindest elektronische Einwilligung  empfiehlt.

Im Rahmen des berechtigten Interesses wird – zu Recht – noch einmal darauf hingewiesen, dass insbesondere die vernünftigen Erwartungen der betroffenen Person in den Blick genommen werden müssen ( Erwägungsgrund 47 DSGVO ). So ist bei einer größeren Veranstaltung auf Einladung die Erwartungshaltung der Gäste regelmäßig dahingehend, dass auch eine Dokumentation durch Fotografien erfolgen wird. Mit einer Veröffentlichung der Fotos muss jedoch nicht zwingend gerechnet werden. Dies kann aber etwa nach Auffassung der bayerischen Aufsichtsbehörden bei öffentlichen Veranstaltungen eines Vereins auch anders zu beurteilen sein.

Informationspflichten

Klargestellt wird auch, dass es die Aufsichtsbehörde für vertretbar hält, wenn bei einer unüberschaubaren Menschenmenge die Informationen für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Dies bedeutet, dass ein Aushang am Veranstaltungsort (z. B. Eingang einer Sportstätte) mit den wesentlichen Angaben von  Art. 14 DSGVO  erfolgen kann.

Die Aufsichtsbehörde stellt auch heraus, dass die Informationspflichten sogar „gestuft“ erfolgen können. Dies bedeutet, dass zunächst „Basisinformationen“ zur Verfügung gestellt werden (z. B. zum Verantwortlichen, den Zwecken der Verarbeitung, der Rechtsgrundlage, die Speicherdauer und Betroffenenrechte). Weitergehenden Informationen können beispielsweise über eine Webseite oder Informationsblätter erfolgen.

Ratschlag des BayLDA

Das BayLDA bringt es mit Blick auf die  Veröffentlichung von Bildern  schließlich auf den Punkt:

„Fragen Sie sich vor der Veröffentlichung des Fotos einer anderen Person, ob sie es auch dann im Internet veröffentlichen würden, wenn sie selbst auf dem Foto zu sehen wären.“

Dieser Ratschlag kann grundsätzlich auf alle datenschutzrechtlichen Fragestellungen übertragen werden. Versetzen Sie sich in die Lage der betroffenen Person und überlegen Sie, welchen Umgang Sie mit Ihren Daten erwarten würden. Und: Bleiben Sie im Bilde!

zu finden auf  https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fotos-und-dsgvo-aufsichtsbehoerde-beantwortet-wichtige-fragen/